Trauerfeier

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Die kirchliche Trauerfeier in Form eines evangelischen Gottesdienstes ist ein würdevoller Abschied von Verstorbenen. Den Angehörigen wird Trost und Halt gespendet. Die biblischen Texte geben der Klage, der Verzweiflung und der Verlassenheit Ausdruck, und sie sprechen von der Hilfe und von der Zuwendung Gottes, die wir erfahren, und der Auferstehungshoffnung.

Trauerhalle OkarbenVor der Trauerfeier versammelt sich die Trauergemeinde in der Friedhofskapelle bzw. Kirche. Es besteht nun die Möglichkeit, kurz vor den Sarg zu treten und ein stilles Gebet zu sprechen.
Mit Worten der Begrüßung und einem Gebet eröffnet die Pfarrerin oder der Pfarrer die Trauerfeier. Es folgt eine Schriftlesung aus der Bibel.
Nun kann ein Gemeindelied (gemeinsamer Gesang) oder Musik erklingen.
In der Traueransprache würdigt die Pfarrerin oder der Pfarrer das Leben des verstorbenen Menschen im Lichte des Evangeliums. Ein Bibelwort wird ausgelegt. Anschließend stimmt die Gemeinde erneut ein Lied an oder es erklingt Musik. Die Trauerfeier schließt mit einem Gebet für den verstorbenen Menschen und alle, die trauern.

Der weitere Verlauf unterscheidet sich je nach Bestattungsform. Ist eine Urnenbestattung vorgesehen, verabschiedet sich hier die Trauergemeinde mit einem Segen der Pfarrerin oder des Pfarrers vor dem Sarg.

Bei einer Erdbestattung wird die Trauerfeier fortgesetzt, indem die Trauergemeinde dem Sarg zur Grabstelle folgt. Hier erfolgt das Absenken des Sarges und die Bestattungsformel wird gesprochen. Anschließend besiegelt der Erdwurf die Rückkehr zur Erde. Damit wird symbolisch der Abschied vollzogen. Nun wird das Evangelium von der Auferstehungshoffnung gelesen und gemeinsam das Vaterunser gebetet.
Schließlich ermutigt und stärkt die Pfarrerin oder der Pfarrer die Hinterbliebenen für ihr weiteres Leben mit dem Segen Gottes. Abschließend hat jede und jeder Einzelne Gelegenheit, persönlich – durch einen Erdwurf und das Nachgeben von Blumen – Abschied am Grab zu nehmen.
Sofern dies nicht anders gewünscht ist, drücken die Trauergäste den engsten Angehörigen nun ihr Mitgefühl durch einen Händedruck und ein paar persönliche Worte aus.

Nach der Trauerfeier laden viele Familien die Trauergäste zu einem Beerdigungskaffee ein. Der Bruch in der Atmosphäre, der Übergang von tiefer Traurigkeit zu familiärer Geselligkeit, irritiert viele Menschen. Doch die Hinwendung zur Gemeinschaft mit anderen stärkt die Hinterbliebenen für die anschließende Trauerzeit. Im gemeinsamen Gespräch können Erinnerungen an den Verstorbenen ausgetauscht werden.