Ein Abschied, der zum Leben gehört
Ein geliebter Mensch ist gestorben.
Einen Menschen loszulassen ist die schwerste Aufgabe, vor die uns das Leben stellt. Die Endgültigkeit des Todes macht uns hilflos. Eben noch war uns jemand so nahe. Jetzt bleibt dieser Platz für immer leer. Die Trennung von einem Menschen, der uns verbunden war, kann das eigene Leben ins Wanken bringen. Selbst wenn sich der Tod lange vorher angekündigt hat, zum Beispiel durch eine schwere Krankheit, wird er doch häufig als „plötzlich“ erlebt.
Der Tod im hohen Lebensalter, zu Hause im Kreis der Familie ist nur selten der Fall. Viele Menschen sterben im Krankenhaus, nicht selten nach längerer Krankheit. Dieses Leid mit ansehen zu müssen und nicht helfen zu können belastet die Angehörigen meist sehr. So ist es nur verständlich, dass der Tod auch als „Erlösung“ empfunden werden kann.
Im Gegensatz dazu trifft uns der Tod besonders, wenn ein Kind oder ein junger Mensch stirbt. Die Frage nach dem „Warum?“ bleibt dann noch quälender im Raum stehen. Es ist wichtig, diesen Gefühlen von Hilflosigkeit, Traurigkeit oder auch Zorn Raum zu geben. Zur Beschäftigung mit dem Tod gehört, dass wir seine Gegenwart nicht leugnen und ihn nicht aus unserem Leben ausklammern.
So sehr wir es uns auch wünschen: Das Woher und Wohin des Lebens ganz zu ergründen bleibt uns Menschen letztlich verwehrt. So, wie wir bei unserer Geburt nicht ahnen können, in welche Welt wir hinein geboren werden, bleibt uns auch der Blick über die Schwelle des Todes versperrt.
Nicht jeder Tod kann als gottgewollt im engeren Sinn verstanden werden. Doch der Glaube an die Auferstehung gibt Kraft und Hoffnung, auch angesichts des Todes: Gott ist der Herr über Leben und Tod. Wir sind nicht verloren, sondern in Gott geborgen. Es ist eine lebenslange Aufgabe, zu glauben: Unser Leben und Sterben hat Sinn, auch wenn wir es nicht immer verstehen können.
Rund um das Thema Trauerfall haben wir für Sie folgende Seiten zusammengesstellt:
Wenn der Tod eintritt
Trauergespräch
Fragen rund um Trauerfeier und Bestattung
Checkliste – Ein Mensch ist gestorben: Was ist zu tun?
Auch Kinder trauern
Trauerfeier
Bestattungsformen
Zeit des Gedenkens
Sie können sich noch umfassender über das Thema Trauer informieren, indem Sie die Internetseiten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) aufrufen, unter der Rubrik "von A bis Z", danach das Kapitel "Trauer". Wir haben diese Seiten auch als Quelle für unsere Beiträge benutzt.
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