Pfarrer / Pfarrerin

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Pfarrer Eckart Dautenheimer

Gerne möchte ich Ihnen etwas davon erzählen, wo ich herkomme und wer ich bin. Ich heiße Eckart Dautenheimer und wurde 1962 geboren.

Zusammen mit meinen Eltern und drei Geschwistern bin ich in Lampertheim, Südhessen, aufgewachsen. Während meiner Schulzeit habe ich im Posaunenchor unserer Kirchengemeinde mitgespielt und den Kindergottesdienst zusammen mit meinen Freunden geleitet. Prägend für mein Leben war auch ein einjähriger Schüleraustausch in den USA: In dieser Zeit habe ich viel darüber gelernt, wie sich unterschiedliche Völker, Kulturen und Konfessionen bereichern können.

In der 13. Klasse entschied ich mich, Pfarrer werden zu wollen. Ich hatte den christlichen Glauben als eine lebensspendende und lebendig machende Quelle in meinem Leben erfahren, auf die ich nicht mehr verzichten wollte. So entschied ich mich, diese Lebenskraft an andere Menschen weitergeben zu wollen. Nach meinem Abitur leistete ich Zivildienst in München. Ich arbeitete in einem Heim für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Auch hier bereicherten Menschen mein Leben, die ansonsten nur als dunkler Rand unserer Gesellschaft wahrgenommen werden. Es schloss sich ein viertel Jahr an, indem ich in einem Krankenhaus arbeitete und auch hier viel Lebenserfahrung sammelte.

Evangelische Theologie studierte ich an den Universitäten in München und Heidelberg. Ende 1990 absolvierte ich nach sechseinhalb Jahren Studium das erste theologische Examen mit Erfolg. Während meines Studiums lernte ich auch viel in einem Gemeindepraktikum im Odenwald und in einem Praktikum in der Jugendhaftanstalt Rockenberg.

Im Anschluss an das erste Examen machte ich ein halbjähriges Spezialpraktikum im Stadtjugendpfarramt Darmstadt, wo ich einen Einblick in übergemeindliche Jugendarbeit bekam.

Danach war ich bis 1996 Hausmann und kümmerte mich um unsere beiden Kinder und um den Haushalt, während meine Frau ihrer Berufstätigkeit als Lehrerin nachging. In dieser Zeit gab ich nebenamtlich Religionsunterricht und baute eine Theater- und Pantomimegruppe in Darmstadt auf.

Am 1. August 1996 trat ich meine erste Pfarrstelle in Kloppenheim und Klein-Karben an. Der Gemeindeaufbau und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen waren dort meine Schwerpunkte und haben mich mit viel Freude erfüllt.

1999 wurde ich zum Pfarrer auf Lebenszeit ernannt.

Seit 1. Februar 2000 bin ich nun Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Okarben.

 

Pfarrerin Ingrid Vogt

Ich bin Pfarrerin im Ehrenamt, aber was ist das?

Nun, als ich 1965/66 mein Vikariat machte, konnte eine verheiratete Frau noch nicht Pfarrerin werden. Also studierte ich noch einmal Mathematik und unterrichtete an einem Frankfurter Gymnasium Mathe und Reli.

Nun bin ich im Ruhestand.

Inzwischen haben sich die Rechte der Frauen auch in der Kirche geändert, und ich konnte als Pfarrerin im Ehrenamt ordiniert werden.

Was ich in der Schule mit Hilfe meiner Schüler gelernt habe, will ich in der Gemeinde ausprobieren.

In Okarben bin ich für den Samstagabendgottesdienst "Atem schöpfen" (an jedem 1. Samstag im Monat) und für die Gesprächsreihe "Theologie für Nicht-Theologinnen Nicht-Theologen" (an jedem 2. Donnerstag im Monat) zuständig.

2000 / 3000 Jahre sind die Geschichten unseres Glaubens alt. Da muss man doch nachfragen, um etwas über die Welt zu erfahren, in der Jesus gelebt hat und über das Alltagsleben der Menschen in biblischer Zeit. Dabei kann man neue Zugänge zu biblischen Texten finden, Erfahrungen austauschen.

Und wenn wir das dann im Samstagabendgottesdienst feiern, merken wir, wie viel Kraft in unseren Traditionen, den Psalmen, alten und neuen Liedern steckt.

Wenn dann jemand sagt, dass ich sie oder ihn angeregt habe nachzudenken, dass er oder sie Neues entdeckt hat, dann finde ich meine Arbeit schön.